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Die Zeitenwanderer Chroniken - Gefangen

von Karolyn Ciseau



Band 1 der Heptalogie

Klappentext Aus dem Jahr 2062 ins mittelalterliche Irland – für Zeitreise-Studentin Alison sind solche Zeitsprünge nichts Ungewöhnliches...


Ungewöhnlich ist jedoch, dass sie von der unbeteiligten Beobachterin zur Beobachteten wird.

Gregor ist der Name jenes Mannes, der sie auf ihrem Streifzug durch die Zeit erspäht und kurzerhand gefangen nimmt. Er sieht in ihr die Chance, mehr über seine Zukunft und eine Prophezeiung zu erfahren, die er vor vielen Jahren in einem alten Buch entdeckt hat.


Gefangen in einer düsteren Zeit voller Gefahren muss Alison entscheiden, ob sie ihrem Entführer vertrauen kann. Ist er am Ende doch viel mehr für sie, als sie zunächst ahnt? Und was hat es mit der geheimnisvollen Prophezeiung auf sich?



Irland 1324


Ich liebe Zeitreisegeschichten und diese kommt in einem Rahmen, der etwas aus der Masse heraussticht. Die meisten Geschichten starten in einer Zeit, die wir kennen, sei es unsere Gegenwart oder Vergangenheit. Diese hier beginnt jedoch in der Zukunft. Zeitreisen sind nun dank der fortschrittlichen Technik möglich und werden im Geschichtsstudium eingesetzt. Praktische Erfahrungen, ohne selbst in Aktion zu treten und die Vergangenheit so eventuell verändern zu können, sind hier an der Tagesordnung. Was super spannend klingt, entspricht allerdings so gar nicht den Neigungen von Alison. Sie hat ein Herz für Sprachen und studiert Geschichte im Zweitfach nicht wirklich aus Leidenschaft, sondern auf Wunsch ihrer Familie.


Vor jeder Reise wird sie nervös und unruhig und das obwohl ihr, als stille Beobachterin, doch eigentlich gar nichts passieren kann. Doch was macht es mit einem, wenn man Live bei Hexenverbrennungen zugegen ist, sich bei Hof umschaut, oder das alltägliche Leben in allen Jahrhunderten beobachtet? Sicher sind das interessante, aber auch erschreckende Erfahrungen und dann erwartet man von ihr auch noch, dass sie das ganze mehr wissenschaftlich und weniger emotional betrachten soll. Eine große Herausforderung. Doch bei ihrer aktuellen Reise geht aus unbekannten Gründen etwas schief und sie findet sich nicht mehr nur als Beobachterin, sondern als Teilnehmerin in der Vergangenheit wieder. Irland im 14. Jahrhundert ist wirklich kein leichtes Pflaster. Besonders als Frau hat sie hier einen schweren Stand. Die Mannsleute wollen von ihr scheinbar alle nur das Eine und bedrängen sie auf vielfältige Weise. Nur Gregor scheint ein wenig anders gestrickt zu sein. Ihn vermag Alison nicht so recht einzuordnen. Das er sie gefangen nimmt, verschafft ihm allerdings verständlicherweise keine Pluspunkte bei ihr. Lord Callaghan hingegen könnte ihre Rettung werden. Er verhält sich einfühlsam und freundlich. Ob Alison sich ihm anvertrauen kann? Sehr dezent beginnt sich eine Liebesgeschichte zu formen und ich freue mich, dass nicht direkt in die Vollen gegangen wird. Auch ist sie mit dem ersten Band noch nicht besonders weit vorangeschritten, was ich in Hinblick auf eine natürliche Entwicklung wirklich gut finde. Wie wird es weitergehen? Muss Alison nun in der Vergangenheit bleiben, möchte sie das vielleicht sogar? Oder doch nicht? Tatsache ist: Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Karolyn Ciseau führt uns hin und wieder gerne in die Irre.


Das Buch las sich flüssig weg und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ich freue mich auf die nächsten sechs Bände, die hier bereits stehen. Außerdem habe ich zwei begleitende Kurzgeschichten erspäht und erlaube mir, an dieser Stelle einmal fallen zu lassen, dass die Serie in naher Zukunft einen Ableger erhalten wird. Also ist jetzt der beste Zeitpunkt, sich diesen schlanken Büchern zu widmen.

Eckdaten


Seitenzahl: 247

Genre: Romantasy

Verlag: Selfpublishment

Bewertung: ★★★★★

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