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Never stop loving you

von Tanja Neise



Rezensionsexemplar Teil eins der Dilogie


Klappentext


Wenn sich dein Leben von Grund auf ändert – wagst du den Sprung ins Ungewisse?


Die Möbeldesignerin Jessica steht mit beiden Beinen fest im Leben, doch mit dem Konkurs des Familienunternehmens ändert sich das schlagartig. Unfreiwillig wird sie nach New York City versetzt und ist das erste Mal für längere Zeit von ihrer Zwillingsschwester getrennt.


Der exzentrische Jaxon ist es gewohnt, seine Kreativität allein auszuleben. Dementsprechend genervt reagiert er, als ihn sein Bruder darum bittet, die neue Kollegin Jessica einzuarbeiten. Sein üblicher Tagesablauf scheint in Gefahr und eine plappernde Frau in seinem privaten Atelier passt ihm ganz und gar nicht.


Zuerst sieht es aus, als hätten Jessica und Jaxon keine weiteren Gemeinsamkeiten als den gleichen Nachnamen, aber im Laufe der Zeit ändert sich die Atmosphäre zwischen ihnen von eiskalt in heiß und knisternd.


Gerade als die beiden sich näherkommen, wirbelt ein Unfall alles durcheinander. Plötzlich scheint Jaxon nicht mehr der zu sein, für den Jess ihn gehalten hat …


Ein neuer Job, prickelnde Anziehungskraft und zwei Menschen, die ihr Glück nicht suchen, aber doch im weihnachtlichen New York finden.



Eine Achterbahn der Gefühle


Wieder einmal werden wir mit einem packenden Leseerlebnis von Tanja Neise verwöhnt. Das Familienunternehmen in dem Jessica tätig ist, wurde von einer großen New Yorker Firma übernommen. Dem dortigen Boss passt es überhaupt nicht in den Kram, dass eine der Bedingungen war, die Töchter des ehemaligen Londoner Chefs weiter zu beschäftigen. Darauf würde er gerne verzichten. Was also tun? Am besten man macht die Arbeitsbedingungen so unangenehm wie möglich, damit die beiden jungen Damen von selbst das Weite suchen. So versetzt er Jessica zunächst nach New York und kurz darauf an die Seite seines unausstehlichen Bruders. Wenn der sich so benimmt wie immer, heißt es bald adios Jessica. Besagte Jessica ist nun zum ersten Mal ihrem gewohnten Umfeld und insbesondere ihrer Zwillingsschwester entrissen. Die Umstellung wird ihr nicht gerade leicht gemacht. Das Apartment in dem sie zu Beginn auf Kosten der Firma wohnen darf ist steril, kalt und unpersönlich. Die erste Begegnung mit dem neuen Boss? Mehr als unangenehm. Immerhin bekommt sie eine nette Kollegin, ehe sie zu Einsiedler Jaxon geschickt wird. Der sieht zwar gut aus, wirkt aber zum Glück auch distanziert. Denn wenn Jessica eines nicht gebrauchen kann, dann ist es ein Mann in ihrem Leben, der alles was ihr momentan eh schon zu viel ist nur unnötig verkompliziert.


Jaxon hingegen hat ganz andere Probleme. Der Möbeldesigner arbeitet am liebsten von zu Hause aus, wo er die Ruhe und freie Zeiteinteilung genießt. In der Firma lässt er sich nur sehen, wenn es absolut unumgänglich ist. Weshalb sein Bruder Mason derart kaltherzig und intrigant agiert, wie er es in den letzten Jahren an den Tag liegt, erschließt sich ihm nicht und jetzt will er auch noch, dass er für ihn eine neue Mitarbeiterin weg ekelt. Wofür hält sein Bruder ihn eigentlich? Spannung und offene Fragen


Das Leseerlebnis in seiner Gesamtheit war wirklich hochspannend! Es ging praktisch nicht anders, ich musste immer mindestens 70 Seiten am Stück lesen, ehe ich mich nur mühsam von der Geschichte lösen konnte. Tanja Neise gelingt es, die Spannung auf einem Level zu halten, dass man einfach weiterlesen muss! Trotzdem gibt es Punkte, die mich ein wenig gestört haben. Das Verhalten von Jessica war teilweise etwas unreif. Anstatt über Probleme zu sprechen, läuft sie lieber davon oder bricht jeden Kontakt ab. Dabei handelt es sich in allen Fällen um Missverständnisse. Als Leser, der die Geschichte aus beiden Perspektiven im Wechsel erzählt bekommt, weiß man das natürlich bereits und schüttelt ein ums andere Mal den Kopf, weil man das Gefühl hat, dass sie zwischenzeitlich über reagiert. Dennoch kann man, nachdem man ihre Hintergrundgeschichte erfahren hat, ein wenig nachvollziehen, woher dieses Verhalten kommt, was das Ganze wieder in ein besseres Licht rückt. Jaxon kann man in der Beziehung einfach nur loben. Er beweist angesichts der Geschehnisse eine Engelsgeduld und schafft es an Stellen das Gute zu sehen, wo ich persönlich Groll schieben würde. Er verzeiht und erklärt und ist sehr einfühlsam. Auch die Interaktion mit seinen engsten Freunden konnte mich schnell von ihm überzeugen. Leider erfahren wir bis zuletzt nicht, was in Masons Leben schief gelaufen ist, dass er so wurde, wie er hier auftritt. Er ist das Ekelpaket vom Dienst. Und ich hätte mir nicht nur eine Erklärung für sein Verhalten, sondern eigentlich auch eine Besserung im Verhältnis zu seiner Familie gewünscht. Das fand ich ein wenig schade. Ich kann auch nicht sagen, ob wir diesbezüglich noch etwas nachgereicht bekommen, wenn der zweite Band erscheint. Dieser stammt nicht von Tanja Neise, sondern von Katharina Reiss und widmet sich Jessicas Zwillingsschwester in London. Ende Januar wissen wir hoffentlich mehr. Sehr berührt haben mich in diesem Buch wieder einmal die Schicksale der Protagonisten und der sie umgebenden Charaktere. Alle waren sehr liebevoll ausgearbeitet und machen wie immer Lust auf weitere Bücher der Autorin.

Eckdaten


Seitenzahl: 344

Genre: Liebesroman

Verlag: Selfpublishment

Bewertung: ★★★★☆

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