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Schatten - Der Pakt

von Timo Parvela mit Illustrationen von Pasi Pitkänen

Erster Band einer Trilogie Rezensionsexemplar


Klappentext


Ein Junge verkauft seinen Schatten...


Der 13-Jährige Pete ist verzweifelt. Seine beste Freundin Sara ist unheilbar krank. Als letzten Ausweg flüstert er dem Weihnachtsmann im Kaufhaus seinen sehnlichsten Wunsch ins Ohr. Er erhält das Versprechen, dass Sara geheilt wird, aber unter einer Bedingung: Pete muss seinen Schatten hergeben. Der Plan geht auf und Sara wird über Nacht gesund. Aber bald stellt Pete fest, dass er nicht nur seinen Schatten verkauft hat, sondern auch seine Seele. Pete und Sara schmieden einen Plan, die Schatten zurückzuerobern. Aber ihr Gegner ist eine sehr, sehr dunkle Macht...



Ein düsteres Weihnachtswunder


Pete ist jemand, in den ich mich leider viel zu gut hinein versetzen kann. Unsere Erlebnisse unterscheiden sich lediglich in ihrem Ausgang. Er bekommt ein unschlagbares Angebot und ein ungeheures Wunder. Ich kenne viele, die ebenso wie er ohne Zögern ihren Schatten hergegeben hätten für ein solches Geschenk. Und auch Pete lernt den ein oder anderen kennen, der seinen Schatten für einen Herzenswunsch hergegeben hat.


Allerdings habe ich das Gefühl, ich sollte an dieser Stelle wenigstens ein Wort über den Klappentext verlieren. Der liest sich nämlich so, als wäre der Weihnachtsmann in dieser Geschichte der Böse. Und da mir der ein oder andere zu verstehen gegeben hat, dass er sowas nicht mögen würde, sei gesagt: Dem ist nicht so. Aber wer hier welche verwirrende Rolle besetzt, werde ich nicht weiter vertiefen. Parallel zu unserer Welt existiert noch die der Wichtel und Gnome. Ein wenig unvorbereitet stolperte ich in die Perspektive von Uudit. Sobald man einmal bescheid weiß, dass das Buch zwei Sichtweisen bietet, helfen einem die Illustrationen aber sehr schnell bei der Umstellung. Uudit ist eine Halbwichtelin mit einer nahezu in Vergessenheit geratenen Begabung. Genau genommen glaubt eigentlich niemand daran, dass das, was sie kann überhaupt existiert. Die andere Hälfte ihres Erbes verursacht allerdings Probleme bei ihrem Wunsch nach Anerkennung bei der Gilde der Wichtel. Beide Charaktere vereint, dass sie sich auf eine Reise begeben und ein Ziel verfolgen, was zuletzt auf dasselbe hinauslaufen muss. Noch ahnt keiner wo sie hier hineingeraten sind. Wer an den verschwundenen Schatten Schuld ist, wofür sie dienen sollen und wie man sie zurück bekommt. Das alles bahnt sich in diesem ersten Band nur an. Man kann das Buch quasi als Einleitung begreifen. Ich persönlich hatte es in unter drei Stunden durch und die vielen losen Enden, die hier noch offen vor sich hin baumeln, lassen mich neugierig und voller Vorahnungen zurück.


Ich habe eine grobe Vorstellung, in welche Richtung sich das Ganze final entwickeln wird. Und genau das zeichnet Bücher für die vorgesehene Altersgruppe auch aus. Dass man den Ausgang, den das ganze nehmen muss eigentlich schon kennt. Das macht die Reise dorthin aber nicht weniger interessant. Atemlose Spannung ab 10 und lesemuffelgeeignet, verspricht der Verlag und ich muss sagen, der Schreibstil, die Illustrationsdichte und die Kapitellänge (im Schnitt 3 Seiten), sprechen absolut dafür. Die Story selbst schlägt passend zu den wenig farbigen Illustrationen einen eher düsteren Ton an, der vielleicht nicht jedem Kind diesen Alters zusagt. Ich denke Freunde des Grusels und der Abenteuer werden hier auf ihre Kosten kommen. Aber das erwartet allein aufgrund des Covers auch niemand anders. Insgesamt ist das Buch sehr stimmig angelegt und hat mir wirklich gut gefallen! Allerdings war ich auch sehr dankbar für die kurze Leseprobe aus dem zweiten Band im Anhang, denn hier klärte sich eine Frage, die ich andernfalls als Logikbruch bewertet hätte. Für mich wichtige Themen waren neben der tiefen, aufopferungsvollen Freundschaft auch Emotionen und die Frage nach den eigenen Werten. Das alles fand ich wirklich gut verpackt.



Eckdaten


Seitenzahl: 174

Genre: Kinderbuch ab 10

Verlag: arsEdition

Bewertung: ★★★★☆

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