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Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann

von Kerstin Gier



Rezensionsexemplar

Band 1 der Trilogie

Klappentext


"Und wenn das hier kein Fantasyroman wäre, sondern Wirklichkeit?" Mathilda sah ihn an. "Dann hieße das, wir sind offiziell verrückt." Quinn lachte. "Aber macht es nicht viel mehr Spaß, zu zweit verrückt zu sein?"


Er ist cool, smart und beliebt. Sie entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …



Eine neue Trilogie von Kerstin Gier? Yes please!


Eigentlich hatte mich schon das schicke, düstere Cover mit den vielen liebevollen Details überzeugt. Als ich dann den Klappentext las, dachte ich: Lebende Statuen? Wie cool! Das klingt für mich wie eine Mischung aus Harry Potters singenden Ritterrüstungen und den weinenden Engeln aus Doctor Who... beides liebe ich sehr. Die Krönung war aber wirklich, dass ich dieses Buch vorab lesen durfte! Einen ganzen Monat vor dem offiziellen Release! Wie geil ist das denn bitte? Und dann noch Kerstin Gier! Ich meine ihr wisst, was uns erwartet, oder? Freche Dialoge, eine tolle Geschichte mit Magie und Protagonisten, die endlich mal komplett aus dem Rahmen fallen.


Die Zutaten für diese Geschichte sind abenteuerlich. Ein religiöses Mauerblümchen, ein sportlicher Typ, der im Rollstuhl landet, stark tätowierte Feen, magische Tiere, Gesichter, die sich an allen Ecken unvermittelt zeigen, sprechende Statuen, mysteriöse Verfolger und ein geheimnisvoller Ort namens Saum... Ja wie will das denn zusammenpassen? *Hust* selber lesen *hust* Der Zufall treibt unsere Protagonisten zueinander, die zwar Nachbarn sind und auf dieselbe Schule gehen, sonst aber absolut keine Gemeinsamkeiten haben. Nun, bis zu jenen mysteriösen Vorfällen, die dafür sorgen, dass sie ein Geheimnis teilen. Die beiden ergänzen sich sehr harmonisch, was ihnen zum Glück nach und nach auch selber auffällt. Abwechselnd tauchen wir durch Quinns und Mathildas Augen ins Geschehen ein. So macht Perspektivwechsel Spaß!


Nach und nach kommen sie einer großen Sache auf die Spur. Im sagenumwobenen Saum finden sich neben mythischen Kreaturen und Schönheit auch politische Spannungen, Gefahren und unerwartete Prominenz. Ausgerechnet Quinn gerät ins Visier der Mächte. Eine Prophezeiung, die gut und gerne auch jemand anderen betreffen könnte, ruft verschiedene Interessengemeinschaften auf den Plan. Es wird spannend, gefährlich, lustig und absurd. Irgendwann erreichen sie einen Punkt, an dem sie nicht mehr wissen, wem sie noch vertrauen können, denn die Menschenähnlichen Wesen aus dem Saum haben so manchen Trick auf Lager. Ich traue mich gar nicht mehr zu erzählen. Aber es kommen wundervolle magische Features dazu, die wirklich nützlich sein können! Bei diesem Buch lohnt es sich in jedem Fall auch das Personenregister zu lesen. Denn nur so werdet ihr über ein Rätsel stolpern, dessen Lösung ihr direkt an Kerstin Gier schicken dürft. Aber ich warne vor. Es ist nicht leicht und ich habe ähm aufgegeben... ich werde also wohl oder übel auf den nächsten Band warten müssen. Da hat sie versprochen, es zu verraten.




Eckdaten


Seitenzahl: 480

Genre: Fantasy

Verlag: Fischer

Bewertung: ★★★★★

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