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Die Superaugen - und der Schuhdieb

Aktualisiert: 18. Apr.

von Heidi Troi


Illustrationen von Evi Gasser



Band 1



Rezensionsexemplar


Klappentext


Gar nicht so einfach, von der Klassengemeinschaft akzeptiert zu werden, wenn man - so wie die Zwillinge Ulli und Olli - aus einer Dorfschule in die Stadt kommt. Noch dazu passieren in der Schule merkwürdige Diebstähle!


Da geraten die beiden 'Neuen' bald unter Verdacht... Hilfe kommt von Djamila und Tim. Und als der arrogante Freddie alle vier Brillenträger:innen als 'Superaugen' verspottet, ist ihr Entschluss gefasst: Die 'Superaugen' gründen einen Detektiv-Club, der bald höchst erfolgreich ist!





Brillenpower


Gemeinsam ist man stärker. Ulrike, kurz Ulli und ihr Zwillingsbruder Olli sind sehr froh, einander in dieser neuen Umgebung zu haben, denn nicht alle Mitschüler begegnen ihnen an ihrem ersten Tag freundlich. Der fiese Freddy hat nichts besseres zu tun, als sie für ihre Brillen zu hänseln und gleich darauf werden sie zu allem Überfluss auch noch angeklagt, Schuhe verschwinden zu lassen. Na das fängt ja gut an! Doch Brillen können auch verbinden. Djamila und Tim werden nicht nur schnell zu Sitznachbarn und Leidensgenossen, sondern auch zu neuen Freunden. Schon ihr erster gemeinsamer Auftritt ist sehr reif für ihr Alter. Sie nehmen Freddies gemeinen Spitznamen als ihren Gruppennamen an und werden Detektive. Es wird ja wohl möglich sein herauszufinden, wer der wahre Schuhdieb ist, denn eines ist sicher: Es ist keiner von ihnen.


Oma Bertas Schrebergarten wird zum offiziellen Hauptquartier und was die alte Dame so aus ihrer Kindheit zu berichten hat, könnte die vier tatsächlich auf die richtige Spur setzen. Der Mörder ist immer der Gärtner, sagt Berta... was sie wohl damit meint? Bei Omas Kuchen und Limonade lässt es sich jedenfalls sehr entspannt denken. Die Superaugen schwören sich, einander niemals zu verdächtigen. Doch dieses Versprechen wird auf eine harte Probe gestellt. Es ist gar nicht so leicht, da noch den Überblick zu behalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Erst recht nicht, als der ominöse Mr X mit anonymen Botschaften dazwischen funkt.


Von dieser Geschichte können wir lernen, dass Freundschaften zwar schnell geschlossen werden können, aber Vertrauen manchmal Zeit zum wachsen braucht. Es ist wichtig einander zuzuhören und verzeihen zu können. Es geht darum Freund und Feind zu erkennen und für seine Überzeugungen einzustehen. Man muss nicht alles im Alleingang bewerkstelligen, denn gemeinsam ist man stärker. Junge Leser im Grundschulalter werden sich hier gewiss wiederfinden können. Heidi Trois Schreibstil ist locker, leicht und altersangemessen spannend. Hier kann man mit rätseln und sich auf falsche Fährten locken lassen. Beim lesen verging die Zeit wie im Flug. Evi Gassers schöne schlichte Illustrationen runden die Geschichte gekonnt ab.

Eckdaten


Seitenzahl: 127

Genre: Kinderbuch

Verlag: Obelisk

Bewertung: ★★★★★ Zur Rezension von Band II

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