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  • Maikes Privatbibliothek

Die letzte Melderin - die Botin

von Michael G. Spitzer



Rezensionsexemplar



Abschlussband der Trilogie

Klappentext


Durch das Kraftfeld von ihrer Heimat abgeschnitten, begeben sich Dan und Cassandra auf die Suche nach Verbündeten, um den Krieg auf ihrer Insel zu verhindern. Aus diesem Grund treten sie in Verhandlungen mit der VFSE, einem Verbund der letzten Städte Europas.

Doch die Wunden des längst vergangenen Krieges sind tief und die Gemeinschaft ist in ihren Ansichten gespalten. Auch hier stößt Dan auf Missgunst, Intrigen und Verrat.

Eine erneute Eskalation, die den gesamten Kontinent endgültig unbewohnbar machen würde, scheint unausweichlich.



Wird jetzt alles wieder gut?


Als Danielle und Cassandra vollkommen ungeplant den Ort verlassen, den sie bisher unter dem Namen Europa kannten, stehen sie vor einer unbekannten neuen Herausforderung. Plötzlich sehen sie sich für Verbrechen angeklagt, die vor über 170 Jahren begangen wurden. Sie sollen sich im Namen ihres Landes verantworten, ohne zu wissen, was damals überhaupt geschah. Nach einer kleinen Geschichtsstunde versteht Dan bis zu einem gewissen Grad endlich auch die Gegenseite. Doch die Zeit drängt! Auf ihrer namenlosen Insel, die einst Irland war, gibt es Spannungen, die auch Auswirkungen auf den echten Rest Europas haben. Sie muss dringend mit den höchsten Vertretern dieses feindlich gesinnten Volkes sprechen, um sie um Hilfe zu ersuchen. Im Gegensatz zu Cassandra ist Danielle jedoch keine Diplomatin. Ist das ihr Vorteil oder ihr Verhängnis? Ohne große Hoffnung, ohne Plan und ohne echte Angebote sollen nun Verhandlungen stattfinden, die das Leben mehrerer Millionen Menschen beeinflussen werden. Wie bewegt man ein Volk, das immer noch entsetzlich unter den Nachwirkungen eines längst vergangenen Krieges leidet dazu zu erkennen, dass die Lage sich tatsächlich binnen kürzester Zeit wesentlich verschlechtern könnte? Wie soll sie nach allem, was sie nun weiß darauf hoffen dürfen, dass man überhaupt gewillt ist, ihrem Land zu helfen, das scheinbar mehr Nutzen aus dieser Aktion ziehen würde als jeder andere? Kann sie jenen, die ihr gegenüber sitzen vertrauen oder verfolgen diese Menschen am Ende doch ihre eigenen Interessen, die denen von Danielle entgegenlaufen? Danielles emotionaler Ballast ist das, was in den letzten Minuten geschah, bevor sie sich außerhalb der Energiekuppel wiederfand. Wie sie noch die Kraft aufbringt, das höhere Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und im Interesse aller weiter zu machen und zu hoffen ist unglaublich stark. Aus der verschlossenen, misstrauischen Protagonistin wird langsam aber sicher jemand, der es schafft, sich auch vollkommen Fremden zu öffnen. Zum Glück, darf sie erleben, dass sie ihren Instinkten auch hier vertrauen kann. Das Ende des Buches kam, obwohl es in der Reihe das Längste ist, für mich ein wenig abrupt. Michael G. Spitzer gelingt es zuletzt, alle losen Fäden einzufangen und zu einem guten Abschluss zu führen. Trotzdem fehlte mir bei all den Auflösungen doch die Geschichte um Dans verschwundenen kleinen Bruder. Sein Schicksal wird für den aufmerksamen Leser in einem Halbsatz geklärt, mir fehlt jedoch, wie es dazu kam. Außerdem muss ich leider ein wenig mit dem Korrektorat und Buchsatz schimpfen. Hier wurde leider etwas gemurkst. Ich erlaube mir hier einmal einen Screenshot zu zeigen, bei dem alle Stolperer, die ich anspreche auf einen Blick zu sehen sind.


Manche Wörter wirken ein wenig unpassend im Kontext, Zeilenumbrüche sind nicht gut gelungen, Wörter werden unnötigerweise getrennt und komische Symbole und Seitenzahlen tauchen da auf, wo sie nicht hin gehören. Ich weiß nicht, was zwischen den ersten beiden Bänden und diesem hier passiert ist... Fakt ist, dass es dort nicht vorkam. Nun ja. Das sind Dinge, über die die Meisten sicher gut hinweglesen können. Gerade das Problem mit dem Buchsatz dürfte in der Printausgabe wahrscheinlich gar kein Thema sein. Mir lag die Trilogie als epub vor. Von meinem zarten Gemecker abgesehen, findet man hier also einen würdigen Abschluss. Ich habe das Buch sehr gerne und lange am Stück gelesen, weil es einfach spannend war und sich in interessante Richtungen entwickelt hat. Nachtrag Mittlerweile ließ sich die Sache mit dem Buchsatz klären. Man nehme eine Datei für ein Print, lade sie lustig hoch, zack fertig, Kuddelmuddel. Da das dankenswerterweise bereits letztes Jahr aufgefallen ist (allerdings erst nachdem ich die Datei bekommen habe), ist mittlerweile in dieser Hinsicht alles in bester Ordnung. Ihr könnt den Screenshot da oben also als Kuriosität verbuchen. Auch um die anderen kleinen Baustellen soll sich nun gekümmert werden, wie ich erfahren durfte. Für den behobenen Buchsatz rechnen wir also die zuvor abgezogenen 0,5 Sternchen wieder dazu und landen bei runden 4 Sternen. Da bin ich ja flexibel.


Eckdaten


Seitenzahl: 480

Genre: Dystopie

Verlag: Hybrid Verlag

Bewertung: ★★★★☆


Zu den Rezensionen von


Band I

Band II



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