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Die letzte Melderin - Die Nachfolge

Aktualisiert: 6. Apr.

von Michael G. Spitzer



Rezensionsexemplar



Teil 1 der Trilogie


Klappentext


Danielle war immer schon anders. In einer Stadt, in der blond und blauäugig das Ideal und auch den Großteil der Bevölkerung stellt, ist sie eine Außenseiterin. Diese geschützte Siedlung, nach mehreren verheerenden Kriegen vielleicht das letzte Refugium der Menschheit, birgt jedoch Gefahren und Geheimnisse.


Gregor, ihr Ausbilder und Mitglied des Rates, weist sie immer tiefer in die Abgründe der Gesellschaft ein. Als er Dan in Kontakt mit der Untergrundorganisation "Die geöffneten Hände" bringt, stellt sich ihr Leben komplett auf den Kopf.


Im Wissen der Gefahr, die ihr und allen Andersartigen droht, sucht sie nach Möglichkeiten, den Lauf der Dinge zu ändern. Doch auch hier steht sie allein. Nicht einmal ihren Helfern kann Dan rückhaltlos vertrauen.



Eine ungewisse Zukunft


Danielles Leben findet unter einer geschlossenen Energiekuppel statt, die ihre Welt begrenzt. Nichts dringt von außen ein, nichts verlässt die Siedlung, außer jenen, die älter als 30 Jahre sind. Wohin sie gehen, weiß niemand, aber man geht nicht davon aus, dass sie sterben.

Lange habe ich mich gefragt, warum das so ist. Es gibt die offizielle Begründung, die Bürger so vor der Trauer um einen lieben Menschen zu schützen, die inoffizielle, die sich auf den Platzmangel unter der Kuppel bezieht und eine, die ich mir selbst zurecht gelegt habe, die sich aber in diesem Buch noch nicht klären ließ. Denn was immer mitschwingt ist: Warum 30? Warum nicht 40 oder 50? Diese Frage lässt einen die ganze Zeit nicht los. Jedenfalls ist es erstaunlich, was die Einwohner so alles als normal und gegeben hinzunehmen bereit sind. Oder etwa doch nicht? Vieles ist merkwürdig an dieser neuen Zukunft, die technisch auf dem neuesten Stand ist, aber trotzdem rückschrittlich wirkt. Katastrophen und Kriege formten diese Welt, die wie eine Mischung aus dem dritten Reich und 1984 (von George Orwell) wirkt. Zum einen ist da das gängige Schönheitsideal, dem Danielle so gar nicht entspricht, dann die totale Überwachung sämtlicher Bereiche des öffentlichen Lebens und die Macht der Regierenden. Als es Dan mithilfe ihrer Freunde gelingt, einige Ungereimtheiten aufzudecken, die auf den ersten Blick scheinbar nichts miteinander zu tun haben, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Schwere Verluste pflastern ihren Weg und Dan stößt mehr als einmal an ihre persönlichen Grenzen. Als sie alles, was sie bisher kannte in Frage gestellt sieht, muss sie sich entscheiden. Will sie etwas mit der unbekannten Außenwelt zu tun haben, ohne deren Geheimnisse zu kennen, oder nicht? Von dieser Entscheidung hängt, ohne, dass sie es ahnt, ihr Leben ab. Was ich an Danielle besonders mag, ist die Entwicklung, die sie hinlegt. Dazu gehört auch, dass sie zwar die Heldin der Geschichte ist, ihr aber dennoch nicht alles zufällt. Sie trainiert hart für ihre Ziele, hat Menschen um sich, die sie unterstützen und ist gleichzeitig nicht frei von Leid und Verlusten. Das macht sie sehr nahbar. Es ist schon erstaunlich, was man alles unter Druck zu leisten vermag, wenn man in einer brenzligen Situation einfach funktionieren muss, um zu überleben. Die Personen, die ihr zur Seite stehen sind wenige, dafür jedoch handverlesen und vertrauenswürdig. Doch bis zu welchem Punkt? Taucht ein in eine spannende Dystopie, die ich persönlich nicht mehr aus den Händen legen konnte.



Eckdaten


Seitenzahl: 248

Genre: Dystopie

Verlag: Hybrid Verlag

Bewertung: ★★★★★



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